Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde

Allianzgebetswoche 2023 vom 8. bis 15. Januar

In verschiedenen Gemeinden in Bad Salzuflen und Schötmar, in Retzen und Wüsten, in Knetterheide und Sylbach gibt es im Januar Veranstaltungen zur Allianzgebetswoche 2023. Das Thema: „Freuet euch!“ Mehr als einmal berichtet die Bibel von einem Apostel Paulus, der in Bedrängnis, Leid und Schwachheit Freude empfindet. Und er fordert auch uns dazu auf: „Freuet euch!“ 

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Gesagt, getan? Zum Beispiel dann, wenn wir am Morgen mit Schmerzen aufstehen und uns mehr schlecht als recht durch den Tag quälen. – Wenn wir Bilder von kriegerischen Auseinandersetzungen und Menschen auf der Flucht sehen und uns dem Leiden in der Welt ohnmächtig ausgeliefert fühlen. – Wenn wir am Grab eines geliebten Menschen stehen und uns zurücksehnen nach seiner wohltuenden Gegenwart. Ja, auch in solch widrigen Umständen fordert Gottes Wort durch Paulus‘ Briefe uns auf, dass wir uns freuen sollen. 

Beweist Gott hier schlechten Humor? Oder kann die Aufforderung tatsächlich den Weg für ein gelingendes Leben weisen?

„Die Christen müssten mir erlöster aussehen (…), wenn ich an ihren Erlöser glauben sollte.“ Die viel zitierte Aussage des Philosophen Friedrich Nietzsche ist bezeichnend für unser häufiges Unvermögen, der Freude im Leben Raum zu geben. 

Tatsächlich schaffen wir das nicht auf Knopfdruck, so sehr wir uns darum bemühen mögen. Wenn wir uns aber ergreifen lassen von Gottes Liebes- und Erlösungstat durch Tod und Auferstehung von Jesus Christus, dann kommt die Freude unweigerlich über uns. Oder anders gesagt: dann ist Ostern nicht nur ein Tag im Jahr, sondern jeden Tag unseres Lebens.

In der Allianzgebetswoche 2023 soll dem Geheimnis eines solch österlichen Lebens nachgegangen werden, indem sich die Teilnehmer mit einer anderen Facette der christlichen Freudenbotschaft befassen: die Freude an der Schöpfung, die Freude an Jesus Christus, die Freude als Frucht des Heiligen Geistes, zur Freude geschaffen, die Freude im Miteinander, die Freude über die Erlösung, die Freude im Leid und schließlich die ewige Freude. 

Die Termine:

  • Sonntag, 8. Januar, 10 Uhr: Freude an der Schöpfung. Auftaktgottesdienst in der reformierten Kilianskirche Schötmar
  • Montag, 9. Januar, 19.30 Uhr: Freude an Jesus Christus in der evangelisch-reformierten Kirche Retzen
  • Dienstag, 10. Januar, 19.30 Uhr: Freude als Frucht des Heiligen Geistes in der evangelisch-reformierten Kirche Wüsten
  • Mittwoch, 11. Januar, 19.30 Uhr:  Zur Freude geschaffen in der evangelisch-reformierten Kirche Sylbach 
  • Donnerstag, 12. Januar, 19.30 Uhr: Freude im Miteinander in der evangelisch-lutherischen Auferstehungskirche Bad Salzuflen
  • Freitag,  13. Januar,  19.30 Uhr: Freude über Erlösung in der freien evangelischen Gemeinde Schötmar
  • Sonntag, 15. Januar, 15.30 Uhr:  Ewige Freude; Gottesdienst zum Abschluss in der evangelisch-lutherischen Versöhnungskirche Knetterheide; 15 Uhr Stehcafé.
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Nachruf: Elisabeth Mellies

Elisabeth Mellies (Archivbild von 2009, Foto: Uwe Rottkamp)

Im Alter von 75 Jahren ist die frühere Jugend- und Gemeindereferentin an der Stadtkirche, Elisabeth Mellies, in ihrer Wahlheimat Lage gestorben. Sie war in ihrer aktiven Zeit bekannt wie kaum jemand sonst in unserer Gemeinde und hat Generationen von Jugendlichen durch Jungschargruppen geführt und vielfältigste Aufgaben in der Gemeinde übernommen.

1947 in Detmold geboren, wuchs sie zunächst in Hiddesen auf. Die dortige Gemeinde hatte gerade ihre Selbstständigkeit erlangt und befand sich in einer Gründungsphase mit großem Engagement, vielen Ideen und Möglichkeiten des Ausprobierens. Das hat sie bis zuletzt geprägt. Nach ihrer Ausbildung zur Erzieherin stellte sie Pfarrer Karl Drüge als damals bundesweit jüngste Kindergartenleiterin ein. Mit Begeisterung stellt sie sich der Aufgabe, pädagogische Konzepte zu entwerfen und umzusetzen. 

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Nach achteinhalb Jahren begann Elisabeth Mellies im MBK-Seminar eine biblisch-theologische Ausbildung zur Gemeindehelferin und trat dann 1981 ihre erste Stelle in unserer Gemeinde an.

Vielfältige Aufgaben in der Kinder- und Seniorenarbeit

Mit unglaublicher Freude an der Arbeit widmete sie sich sowohl der Jugend- als auch der Erwachsenenarbeit. Ihrer vielfältigen Aufgaben umfassten Jungschar-, Jugend- und Konfirmandenarbeit, Frauen- und Mütterkreise, Freizeiten für Kinder und Senioren, „Ferien ohne Koffer“, Kurseelsorge, offene Kirche, Diakonie- und Seniorenarbeit, Gottesdienste und Feiern in den Altenheimen, Kinderbibelwochen, Weltgebetstage und vieles mehr. Nicht zuletzt wäre ohne ihr Organisationstalent der Gemeindebrief nicht so schnell und zuverlässig verteilt worden.

Für ihre christliche Überzeugung trat sie auch ein, als es schwierig wurde: Als 1989 fünfhundert Roma-Flüchtlinge unangemeldet nach Bad Salzuflen kamen, sorgte sie zusammen mit anderen Ehrenamtlichen für eine menschliche Aufnahme in unserer Stadt und trat Anfeindungen in der Presse entschieden entgegen.

Für die Mission in Afrika und Sumatra

Ein besonderes Anliegen war ihr die nationale und internationale Mission: Als Delegierte der Lippischen Landeskirche in der Vereinigten Evangelischen Mission (VEM) reiste sich nach Afrika und Sumatra und berichtete aus erster Hand davon in unserer Kirchengemeinde. Dadurch wurde auch unser Gemeindeleben bunter: In den neunziger Jahren betreute Frau Mellies die ökumenischen Gäste und sorgte dafür, dass  ghanaische Erzieherinnen und Pfarrerinnen aus der evangelischen Batak-Kirche aus Sumatra sich in Bad Salzuflen ein wenig zuhause fühlten. 

„Wir brauchen wieder die Verbindung zwischen dem Leben im Alltag und dem biblischen Glauben“

Nach einer Essenz aus all diesen Jahren gefragt, sagte Elisabeth Mellies anlässlich ihres 25. Berufsjubiläums : „Wir brauchen wieder mehr biblisches Grundwissen, brauchen wieder die Verbindung zwischen dem Leben im Alltag und dem biblischen Glauben. Wie bekommen wir das besser hin? Wie können wir wieder lernen, uns noch intensiver gegenseitig zu helfen, und auch füreinander zu beten?“

Diese Fragen und die Aufgabe, Antworten zu finden, ist vielleicht ihr Vermächtnis an uns. 

Wir wissen sie nun in Gottes Hand und in seinem Frieden geborgen und blicken in Dankbarkeit auf alles zurück, was sie für unsere Gemeinde und für uns alle getan hat.

Cornelia Lesemann, Vorsitzende des Kirchenvorstands

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