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Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde

Gospel-Gottesdienst in der „Profile“-Reihe

Am Sonntag, 3. Advent, um 10 Uhr ist die Stadtkirche der Ort für die Gottesdienstreihe „Profile“ der Lippischen Landeskirche. Im Rahmen der „Lippische Gospelkirche“ wird ein Gospelgottesdienst stattfinden unter Mitgestaltung des Gospelchores „Get up-Gospel and more“ der Stadtkirche und eines Bläserensembles aus Bergkirchen. Die Predigt hält Pastor Joachim Dierks aus der Gospelkirche Hannover.

Bonhoeffer-Kreis wird „Kleines Lehrhaus“

Die Pfarrer im Ruhestand Jisk Steetskamp und Barbara Wirsen-Steetskamp (v. links) haben den Bonhoeffer-Kreis ins Leben gerufen.

Der Bonhoeffer-Kreis hat sich seit dem 9. April 2015, dem 70. Jahrestag des Märtyrertodes Dietrich Bonhoeffers, seinem Lebenslauf, dem Widerstand gegen das nationalsozialistische Regime und den Gefängnisaufzeichnungen mit seinen bahnbrechenden theologischen Aussagen zugewandt. Impulse aus seinem Denken führten unter anderem anhand der Bergpredigt zu Gesprächen über die Werte, auf die sich die christliche Gemeinde bezieht. Sie regten zum Nachdenken über die Bedeutung des Alten Testaments für die Hinwendung des christlichen Glaubens zur Welt an. Aufgrund der Aussage Bonhoeffers, „der Jude hält die Christusfrage offen“, kam es zu intensivem Studium, wie so über Jesus Christus gesprochen und gepredigt werden kann, dass der Tatsache, dass er Jude war und der Messias für die Völker – und so auch für uns – aus dem Volk Israel ist, Recht getan wird.

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Die Gesprächsthemen reichen inzwischen weit über den direkten Bezug zu Bonhoeffer hinaus. Jede und jeder in der Runde bringt ihre/seine Erfahrungen, Denktraditionen und Fragen ein. Alle freuen sich am gemeinsamen Gespräch und auch am Lernen, das sich aus der Begegnung mit den biblischen Texten und Themen ergibt. Einsichten aus dem jüdisch-christlichen Dialog setzen manche Selbstverständlichkeiten in ein neues Licht. Deshalb geht der Bonhoefferkreis im neuen Jahr weiter als „Kleines Lehrhaus“.

Der Begriff Lehrhaus verweist auf die jüdische Lehrhaustradition. Den jüdischen Gemeinden ist es seit der Antike klar gewesen, dass es neben der gottesdienstlichen Feier in der Gemeinde einen Ort geben muss, an dem Menschen gemeinsam lernen, miteinander ins Gespräch kommen, wo sie in aller Offenheit die Bibel auslegen, um für das Leben im Persönlichen und in der Gesellschaft gerüstet zu sein, um die Tradition zu bewahren, zu hinterfragen und zu erneuern.

Oft war das Lehrhaus für Juden und Jüdinnen überlebenswichtig. Vor allem seit den Anfängen des Jüdisch-Christlichen Dialogs, der christlicherseits erst aus dem Entsetzen über die Shoa in Gang kam, wurde man sich des Mankos der fehlenden Gesprächs- und Lernbereitschaft in den Kirchen schmerzlich bewusst.

Mit tiefem Respekt und Dankbarkeit gegenüber dem jüdischen Vorbild entstanden beispielsweise in den Niederlanden, in Deutschland und der Schweiz auch im Bereich der christlichen Gemeinde „Lehrhäuser“ – manchmal auch in Zusammenarbeit mit der jüdischen Synagoge. Lehrhäuser sind Begegnungsorte, an denen das Lernen aus biblischen Quellen, das offene gemeinsame Nachdenken über Glauben und Gesellschaft Freude macht und zur Widerstandsfähigkeit und Menschlichkeit beiträgt. Daran möchte der Bonhoeffer-Kreis in aller Bescheidenheit anknüpfen; darum: Kleines Lehrhaus.

Als Einstiegsthema ist vorgeschlagen: „Wie entstand das Neue Testament?“ Heute ist sehr viel mehr über die Umstände der Entstehung des Neuen Testaments bekannt als noch vor wenigen Jahrzehnten. Wir fragen: Wie sah die Lebenswirklichkeit der Männer und Frauen aus, die die 27 Bücher des Neuen Testaments verfassten oder zum ersten Mal lasen? Was wissen wir von ihnen? Mit welchen Problemen haben sie sich auseinandersetzen müssen? Was bedeutete das „Alte Testament“ für sie? Welches Verhältnis gab es zu anderen Gruppierungen im Judentum? Wie kam es zur Abtrennung? Was löste die Verfolgungen durch die römische Obrigkeit aus? Und: Was hat das alles mit uns heute zu tun?

Jeder und jede, der sich für das Thema interessiert, ist eingeladen, mit auf Entdeckungsreise zu den Ursprungen des christlichen Glaubens zu gehen und sich am Gespräch zu beteiligen.

Das „Kleine Lehrhaus“ findet einmal im Monat, dienstags 16 bis 18 Uhr im Calvin-Haus am Gröchteweg 59 statt. Als Termine im ersten Quartal 2018 sind vorgesehen: 16. Januar, 13. Februar und 13. März.

Weitere Information gibt es bei Barbara Wirsen-Steetskamp, Pfarrerin i.R., und Jisk Steetskamp, Pfarrer i.R., Telefon (0 52 22) 7 94 89 51, E-Mail: steetskamp@gmx.de

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Neubesetzung der Pfarrstelle an der Stadtkirche: Nicht nur eine Personalie

Am 29. Oktober hat die Gemeinde in einem Gottesdienst und bei einem anschließenden Empfang von ihrer langjährigen Pfarrerin Wiltrud Holzmüller Abschied genommen, die nun ihren Dienst in Heiligenkirchen aufgenommen hat. Noch einmal wurde ihr für ihre Arbeit in der Gemeinde gedankt und mit guten Wünschen und Gottes Segen im Gepäck freigegeben für ihre neue Aufgabe. „Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.“ so heißt es im Hebräerbrief und dies wird bei jedem Abschied deutlich. Nun heißt es, nach vorn zu schauen. Was wird die Zukunft bringen? Ein personeller Wechsel bringt auch immer die Chance, eingefahrene Gleise zu überprüfen und Perspektiven neu auszurichten. Kann es einfach so weitergehen wie bisher oder müssen Weichen neu gestellt werden, um für die Zukunft gerüstet zu sein?

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Sehr sorgfältig wird der Kirchenvorstand überlegen müssen, welche Schwerpunkte er in der Gemeindearbeit setzen möchte oder auch muss, so dass die Gemeinde weiterhin lebendig ist und wahrgenommen wird und ein Zuhause ist für Jung und Alt. Dazu ist ein Perspektivausschuss eingerichtet worden, der die bisherigen Modelle bewusst in Frage stellt und neu abwägen soll. Bewährtes soll bleiben, gleichzetig sollen aber auch neue Möglichkeiten ausgelotet werden.

Die Pfarrstelle ist vom Landeskirchenrat wieder als 100-Prozent-Stelle frei gegeben worden. Nun muss auch darüber nachgedacht werden, ob sie als solche ausgeschrieben wird oder in ihrer jetzigen Einteilung bestehen bleibt von 75 und 25 Prozent, die Pfarrer Markus Honermeyer bisher inne hat.

Die Vergabe der Pfarrstelle bedeutet eine große Verantwortung und Herausforderung. Deshalb ist der Kirchenvorstand dankbar für Anregungen, freundliches Begleiten und offene Fragen.

Gern kann sich, wer sich dahingehend einbringen möchte, an Pfarrerin Martina Stecker wenden. Eine weitere Gelegenheit, die Zukunftsdiskussion mit zu verfolgen, ist die nächste öffentliche Sitzung des Kirchenvorstands. Sie beginnt am Donnerstag, 18. Januar, um 19.30 Uhr im Calvinhaus, Gröchteweg 59. MS/UR

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Aktionskunst: Die Stadtkirche wird zum Leuchtturm.

Stadtkirche gedenkt mit Leuchtfeuer an das Licht der Reformation

Das Detmolder Blechbläserensemble mit Kantorin Waltraud Huizing und Uwe Rottkamp.

Zehn Jahre Vorbereitung auf ein denkwürdiges Jubiläum waren es insgesamt: Am 31. Oktober endete jetzt die von der EKD ausgerufene Luther-Dekade – und viele Protestanten hatten sich deutschlandweit auf den Weg gemacht, um dieses Ereignis in der Gemeinschaft zu feiern. In der Stadtkirchen-Gemeinde standen im Mittelpunkt der Feierlichkeiten ein musikalisch hochkarätiges Bläser- und Orgelkonzert, das Kantorin Waltraud Huizing gemeinsam mit dem Detmolder Blechbläserensemble und Uwe Rottkamp gestaltete.

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Dabei wurden den Zuhörern in der gut besuchten Stadtkirche neben klassischen Bläserarrangements und kurzweiligen Erläuterungen zu den jeweiligen Stücken durch den Trompeter Akio Ogawa-Müller vor allem Variationen von Martin Luthers Lied „Ein feste Burg ist unser Gott“ dargeboten.

Kantorin Waltraud Huizing spielte zwei sehr unterschiedliche Interpretationen des wohl bekanntesten Liedes der Reformation auf der Orgel, während Pastorin Martina Stecker Übersetzungsvarianten des Psalms 46 vortrug, der Luther zu seinem Lied inspiriert hatte. Auch der Abendsegen griff Luthers Anleitungen zum Tagesausklang aus und rundete damit das Gedenken an den Wittenberger Theologen ab. Ein insgesamt sehr würdevolles und festliches Gedenken, das mit Musik und Wort die beiden Bestandteile aufgriff, auf die sich nach Luther der reformatorische Gottesdienst zu beschränken hat.

Der Turm der Stadtkirche setzte im Anschluss ein äußeres Zeichen für die Bedeutung, die die Entdeckung Martin Luthers, dass wir allein durch den Glauben gerechtfertigt sind, sowohl für ihn als auch alle Christen bis zum heutigen Tag hat. Luther hatte diese Erkenntnis als Erleuchtung empfunden und sie stellte nicht nur die Autorität des Papstes und des Ablasshandels in Frage, sondern brachte Licht in die Herzen der Menschen, die sich stets nur als sündig empfunden hatten und glaubten, sich die Gnade Gottes erst verdienen zu müssen.

So erinnerten die vom Turm aus weithin sichtbaren Strahler 500 Jahre nach dem vermutlichen Thesenanschlag daran, dass die Reformation zunächst eine Erhellung des Glaubens und Denkens war. Die Bielefelder Lichtkünstler von ProVisuell hatten dies in Szene gesetzt und mit den farbigen Akzenten in den Fenstern das Logo der Lippischen Landeskirche zum Reformationsjubiläum aufgegriffen, das in Blau, Rot und Gelb gehalten ist. MH

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Pfarrerin Wiltrud Holzmüller hat sich verabschiedet

Wiltrud Holzmüller

16 Jahre lang war sie Pfarrerin in der Stadtkirchen-Gemeinde – jetzt beginnt für sie wie auch für die Gemeinde ein neuer Abschnitt: Wiltrud Holzmüller hat Bad Salzuflen verlassen. Seit dem 1. November arbeitet sie als Pfarrerin in der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Detmold-Heiligenkirchen. Eine Entscheidung, die sie nicht leichtfertig getroffen hat und die auch sie bewegt, wie in ihrem Abschiedsbeitrag deutlich wird: »Unter dem Motto „Auf zu neuen Horizonten“ bin ich vor mehr als sechzehn Jahren in die evangelisch-reformierte Gemeinde Bad Salzuflen gekommen. Jetzt ist es wieder an der Zeit, den Horizont zu verschieben. Ab dem 1. November werde ich als Pfarrerin in Heiligenkirchen arbeiten.

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„Schade!“ höre ich viele sagen. Jedes „schade“ tut mir gut. Es spricht für Vertrauen, das gewachsen ist. Menschen hätten unserer gemeinsamen Geschichte noch eine Zukunft gegeben. Auch mir tut es leid um gute Kontakte und herzliche Beziehungen. Ich habe die Jugendlichen, die Frauen und Männer vor Augen, während ich dies schreibe.

In diesem Jahr fällt es besonders schwer, den Hingucker-Gottesdienst aus der Hand zu geben. Es kommt mir vor, als hätte das Baby gerade laufen gelernt, und nun lasse ich es los. In den Gottesdiensten im Calvin-Haus habe ich mich sehr wohl gefühlt. Ich bin sicher: Da liegt Verheißung drin – durch die visuellen Impulse, die Gelegenheit zum Gespräch und das starke Gemeinschaftserlebnis, nicht zuletzt dank des Hingucker- und des Brunch-Teams.

Wenn ich zurückschaue, merke ich: Salzuflen hat mir tatsächlich neue Horizonte eröffnet: Ich wohne in der Osterstraße: das Hofbräu findet man gegenüber, mesopotamische Spezialitäten gibt es nebenan – eine lebendige Straße. Nicht weit davon liegt die Flüchtlingsberatung. Zehn Jahre lang habe ich den Beirat geleitet. Die Lebensgeschichten von Menschen, die zwischen Tod und Leben, Gefängnis und Freiheit wählen mussten, sind mir nachgegangen.

Auch erst in Bad Salzuflen tiefer verstanden habe ich die Ökumene. Es war ein Glück und manchmal natürlich auch eine Herausforderung, mit katholischen, lutherischen und freikirchlichen Geschwistern zusammen arbeiten zu können, mit Christen aus Ghana und Togo und dem Chor aus Millau. Zeitweise habe ich mich als „Außenministerin“ der Gemeinde gefühlt und bin es gerne gewesen. Nicht zuletzt bei den Hausbesuchen trifft man auf viele „Zugewanderte“. Sie kommen aus Bielefeld, Herford und Umgebung oder von weiter her. Ihren Lebenswegen im Gespräch zu folgen, fand ich oft bereichernd.

Neue Horizonte haben mir auch die Konfi-Teamer eröffnet. Jugendliche als Mitarbeitende im Konfirmandenunterricht, das kannte ich vorher nicht. Hier hat es sich ergeben. Ich habe es genossen. Ebenso die musikalische Arbeit. Kurz nachdem ich gekommen war, wurde der Gospelchor gegründet. Zehn Jahre habe ich mitgesungen und bin mutiger und freier geworden, wenn es darum geht, Lieder anzustimmen. Überhaupt Gottesdienste und Konzerte gestalten zu können mit so vielen musikalisch begabten Menschen – das ist einfach toll.

Unbedingt nennen möchte ich schließlich das Frauenforum. Es war „meine“ Gruppe. Ihr habt mich wunderbar unterstützt und mir die lustigsten Abende bereitet, die ich in der Gemeinde erlebt habe. Danke dafür!

Ein neuer Lebenshorizont hat sich auch daraus ergeben, dass ich in der Salzufler Zeit geheiratet habe – einen Ehemann gewonnen, einen Kollegen verloren. In Heiligenkirchen werden wir näher an der Arbeitsstelle meines Mannes wohnen und deutlicher als Ehepaar zusammenwirken können.

Warum gerade Heiligenkirchen? Das werde ich häufig gefragt. Vielleicht klingt es sehr fromm: Aber ich glaube, es gibt so etwas wie einen inneren Ruf. Ich meine, ich passe dorthin. Alles hat seine Zeit, und jetzt hat dieser Ort seine Zeit in meinem Leben, wie die Gemeinde in Bad Salzuflen ihre Zeit hatte. Die Kirche ist über 1000 Jahre alt. Kommen Sie mich doch dort einmal besuchen!

Ihnen allen danke ich herzlich – dafür, dass Sie sich auf mich eingelassen haben, mir zugetraut haben, Sie zu begleiten bzw. mit Ihnen zusammenzuarbeiten und Ihnen das Evangelium weiterzusagen. So konnten wir Gottes Liebe zusammen feiern in guten und in schweren Tagen. Den Kollegen und Mitarbeitern danke ich für verlässliche Absprachen und gegenseitige Unterstützung, den Kirchenältesten dafür, dass sie sich so häufig mit meinen Ideen angefreundet haben. In Trauerfeiern sage ich oft: „Wer etwas schuldig geblieben ist, bitte Gott um Vergebung. Und wer sich verletzt fühlt, vergebe, wie Gott uns vergibt, wenn wir ihn darum bitten.“ Das sage ich auch heute.

Gott segne und behüte Sie! Er segne und behüte die Kollegen und die Kirchenältesten, wenn sie den Übergang gestalten. Lassen Sie sich sagen:
Der uns in frühen Zeiten das Leben eingehaucht, der wird uns dahin leiten, wo er uns will und braucht.« Wiltrud Holzmüller

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Kindergottesdienst: Gut, dass wir einander haben

Im Kindergottesdienst sind biblische Geschichten für Kinder aufbereitet, die Vertrauen in die Liebe Gottes wecken und Mut machen können. Aber nicht nur das, sondern es wird gebastelt, gespielt und Gemeinschaft erlebt. Gut, dass wir einander haben, eine Gemeinde ohne Kinder ist wie ein vertrockneter Fluss.

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Umgekehrt lernen Kinder auch, dass sie von altem Wissen und einer Gemeinschaft, die schon durch Jahrhunderte, ja, zwei Jahrtausende getragen hat, bereichert werden können, denn hier wird vieles zum Thema gemacht, was heute noch Urvertrauen weckt oder wie man lernt mit Konflikten umzugehen, was in Bezug auf den Umgang mit der Schöpfung und den Mitmenschen gilt und wie ich meinen Platz in der Gesellschaft finden kann.

Alle Kinder ab drei Jahren oder auch darunter, wenn Erwachsene sie begleiten, sind herzlich willkommen. Die nächsten Kindergottesdienste beginnen am 14. Oktober und 11. November um 14 Uhr im Gemeindehaus an der Stadtkirche.
Die Themen: „Gottes bunte Welt“ und „Seht, was wir geerntet haben“ MS

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Offene Stadtkirche: mittwochs bis samstags

Bisher probierten Gäste und Einheimische oft vergeblich, ob sie ins Innere der Stadtkirche gelangen können. Das ehrenamtliche Team „Offene Kirche“ hielt Öffnungszeiten am Donnerstag und am Samstag vor. Ansonsten blieb die Kirche verschlossen. Das soll sich jetzt ändern. Der Kirchenvorstand der evangelisch-reformierten Gemeinde Bad Salzuflen hat entsprechend entschieden. Ab dem 5. Juli wird die Stadtkirche jeweils vom mittwochs bis samstags in der Zeit von 11 bis 17 Uhr geöffnet sein. Der Versuch läuft den Sommer über. Das Team „Offene Kirche“ behält seine gewohnten Zeiten bei und ist so für Gäste ansprechbar. Sofern Mitarbeitende des Teams vor Ort sind, gelangt man durch den Turm in die Kirche, ansonsten durch den Seiteneingang.

Zwei gefeierte Aufführungen: Der Projektchor mit Band und Streichern unter der Leitung von Waltraud Huizing in der Stadtkirche.

„...und dann war Licht!“: Zwei Mal ausverkauft

Es war ein Experiment mit ungewissem Ausgang – doch wer wagt, gewinnt: Die Bad Salzufler Stadtkirchen-Kantorin Waltraud Huizing hatte mit einem ungewöhnlichen Projekt Neuland betreten: Sie hatte das moderne Rock-/Pop-Schöpfungsoratorium „…und dann war Licht!“ von Thomas Gabriel ins Visier genommen und gemeinsam mit dem Gospelchor „Get up“ der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde weitere Sängerinnen und Sänger zum projektweisen Gestalten dieses Oratoriums eingeladen. Das Ganze sozusagen als Geschenk an Chor und Publikum anlässlich des 15-jährigen Bestehens des Gospelchores.

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Für die musikalische Begleitung mit Band, Streichern, Flöten, Saxofon und Trompete hatte sie bei der städtischen Musikschule nachgefragt, mit der es schon einmal eine Zusammenarbeit gegeben hatte. Als Gesangssolisten waren – neben den Solisten aus den eigenen Chor-Reihen – mit Sandra Lubos und Jan Gerth zwei Profis verpflichtet worden, die ihre Parts als Erzähler und Prophetin mit mitreißendem Esprit, Charme und Authentizität in der Stimme gestalteten.

Das Ergebnis war grandios: das Publikum feierte an beiden Konzertabenden alle Beteiligten mit langandauernden stehenden Ovationen. Musikschulleiter Stephan Otters hatte für die insgesamt sieben musikalischen Teile des Oratoriums – jeder Schöpfungstag war musikalisch in sich abgeschlossen – aus Schülern und Lehrern der Schule teils wechselnde Besetzung an Flöten, Piano und Schlagzeug bestens vorbereitet und für die Band zusammengeschmiedet. Mit ihm selbst am Bass „groovte“ die Band kantenfrei – der Projektchor ließ sich von dieser perfekten Grundlage stimulieren und gestaltete die Chorpartien engagiert und singfreudig. Kantorin Huizing war am Ende überglücklich über das aus allen Betrachtungswinkeln höchstgelungene „Experiment“.

Das Werk basiert auf den biblischen Texten aus dem Buch Genesis, denen Eugen Eckert in seinem Libretto eigene Texte gegenübergestellt hat, die das Bibelwort kommentieren und reflektieren. Die Texte klagen an und fragen, ob Pflanze, Tier – ja auch der Mensch – mehr ist als ökonomisch nutzbares Material, ob eine extrem anthropozentrische Sicht – und Nutzung – der Schöpfung dem Menschen gut tut; ob das wunderbare Resumée Gottes im Schöpfungsbericht – „es war sehr gut“ – auch noch für die Gegenwart taugt. Dabei bedient sich der Komponist sowohl traditioneller als auch moderner Stile und Mittel; so erklingen neben Hymnus und Rezitativ auch Balladen und Elemente aus Rock, Pop, Jazz und Big Band-Sound. 

Das Ergebnis lässt auf eine weitere ähnliche Zusammenarbeit zwischen Kirchengemeinde und städtischer Musikschule hoffen. rot

(Bericht aus der evangelischen Wochenzeitung »Unsere Kirche« – mit freundlicher Genehmigung der Redaktion)

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Migranten- und Flüchtlingsberatung: Helfer und Spenden gesucht

Die Migranten- und Flüchtlingsberatung der evangelische Kirchengemeinden Bad Salzuflen und der Stiftung Herberge zur Heimat sucht ehrenamtliche Verstärkung für einzelne Projekte. Wenn Sie etwas freie Zeit zur Verfügung haben und gerne in netter internationaler Gemeinschaft sind, melden Sie sich gerne unter migrationundflucht@stadtkirche.info oder unter 0152/53406195!

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Außerdem ist am 13. Dezember eine Weihnachtsfeier für die Besucher der Migranten- und Flüchtlingsberatung geplant. Hierfür wären wir für Kuchenspenden oder Kleinigkeiten als Geschenke für die Kinder sehr dankbar.

Zudem sucht der AWB (Arbeit-Wohnen-Bildung e.V.) händeringend Fahrradspenden. Wenn Sie ein einigermaßen fahrtüchtiges Fahrrad abzugeben haben, bringen Sie es gerne im Kiliansweg 7-9 in 32108 Bad Salzuflen vorbei!

Termin: 13. Dezember, Weihnachtsfeier des Migranten- und Flüchtlingsbüros

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Das Calvin-Haus am Gröchteweg 57/59 Das Calvin-Haus am Gröchteweg 57/59

Hingucker-Gottesdienste im Calvin-Haus

Anfang des Jahres wird es Zeit, eine erste Zwischenbilanz zu ziehen: Wie werden die Gottesdienste im Calvin-Haus an- genommen? Bewährt sich die Form? Wie soll es im Sommer weitergehen? Die Kirchenvorstands-Sitzung am Donnerstag, 9. März, wird deshalb im ersten Teil eine öffentliche Gemeinde-Versammlung sein. Sie findet um 19.30 Uhr im Calvin-Haus am Gröchteweg 57-59 statt. Der Kirchenvorstand ist gespannt auf die Rückmeldungen der Gemeindemitglieder.

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Wer bis dahin noch eigene Eindrücke sammeln will, hat dazu Gelegenheit am Sonntag, 11. Dezember (3. Advent), und am Sonntag, 8. Januar, jeweils um 11 Uhr. Nach dem etwa einstündigen Gottesdienst kann, wer mag, zum Brunch bleiben und warme oder kalte, pikante oder süße Speisen genießen.  WH

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